Pressemitteilung

FH JOANNEUM, Med Uni Graz und TU Graz sind „Triple4Science“

 
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Im Rahmen des Projekts Triple4Science haben die drei Hochschulen FH JOANNEUM, Med Uni Graz sowie TU Graz (BMK-Stiftungsprofessur für Luftfahrt) gemeinsam einen Mikro-Computertomografen für die transdisziplinäre Lehre und Forschung erworben. Die Investition wurde vom Zukunftsfonds Steiermark gefördert.

Der industrielle Mikro-Computertomograf, kurz Mikro-CT, der FH JOANNEUM, Med Uni Graz und TU Graz steht seit wenigen Wochen an der FH JOANNEUM in Graz und wird für die Charakterisierung unterschiedlicher Materialien eingesetzt. Das zentrale Ziel des Projekts Triple4Science ist die Generierung eines Innovationsfaktors für die forschungsgeleitete Lehre, Wissenschaft und Forschung durch die Einbindung der gemeinsam nutzbaren Infrastruktur in die Hochschullehre. Die kooperativen Forschungstätigkeiten sollen langfristig auch einen Mehrwert für die steirische Forschungslandschaft und Industrie – durch die Zusammenarbeit mit Unternehmen – bringen. Der Mikro-CT wird ebenso für die praxisnahe Ausbildung von Fachkräften an den drei Hochschulen verwendet.

Hochauflösende Messungen für Medizin und Werkstoffe

Das Projekt war und ist geprägt von interdisziplinärer Zusammenarbeit. Die Projektleitung von Triple4Science liegt bei Reinhard Puffing vom Institut Luftfahrt / Aviation und bei Helmut Ritschl vom Institut Radiologietechnologie der FH JOANNEUM. „Dank der gemeinsamen Investition können die drei Projektpartner mit dem Mikro-CT hochauflösende Dichte-Messungen von biologischem Material für die Medizin sowie für die Qualitätssicherung von Bauteilen aus verschiedenen Werkstoffen anfertigen“, erklärt Reinhard Puffing von der FH JOANNEUM. Der Einsatz des Mikro-CTs erlaubt aber auch die Durchführung von innovativen, forschungsgeleiteten Lehrveranstaltungen in den Bereichen der Werkstoffprüfung, Bildrekonstruktion und Bildanalyse. Durch das gemeinsame Nutzungskonzept werden Synergien in den Bereichen des transdisziplinären Wissenstransfers sowie der kooperativen Forschung und Innovation gefördert.

Vielfältiger Mikro-CT-Einsatz bei den drei Projektpartnern

Die für die Medizinische Universität Graz am Projekt Triple4Science beteiligte Universitätsklinik für Radiologie hat nun die Möglichkeit, im Rahmen der radiologischen Grundlagenforschung sowohl Gewebestrukturen wie zum Beispiel Blutgefäße oder Knochen abzubilden sowie Algorithmen für die Bildrekonstruktion zu untersuchen.
Die BMK-Stiftungsprofessur für Luftfahrt am Institut für Werkstoffkunde, Fügetechnik und Umformtechnik (IMAT) der TU Graz zielt auf die Entwicklung und Analyse neuer Metall-Verbundwerkstoffe, deren Struktur-Eigenschaft-Beziehungen und Mikrostruktur ab.
Ähnliche Anwendungsbereiche gibt es auch an der FH JOANNEUM: Neben biologischem Material im Bereich der Radiologietechnologie werden am Institut Luftfahrt / Aviation etwa 3D-Druckteile für die Flugzeugindustrie auf fertigungsbedingte Abweichungen, Bindefehler oder Defekte hin untersucht.

Der Mikro-CT ist ein industrieller Computertomograf „Tomoscope XS“ der Firma Werth. Die Spezifikationen wurden basierend auf der Schnittmenge der Anforderungen der einzelnen Konsortialpartner erarbeitet. Der Computertomograf steht für die Verwendung in der Lehre und Forschung für die Partner sowie für die Industrie zur Verfügung.