Forschung

Provinz Denken.Bauen.Leben

Konzepte für regionale Lebensmittelpunkte

 
Provinz Denken.Bauen.Leben

Das Projekt „Provinz Denken.Bauen.Leben“ untersucht am Beispiel Bad Radkersburg und Umgebung, wie dörfliche Strukturen im Umfeld einer Kleinstadt als attraktive Lebensmittelpunkte erhalten oder in Zukunft gestaltet werden können. Ausgangspunkt dafür ist die regionale beziehungsweise lokale Identität.

Projektverlauf

Das Institut Architektur & Management und der Bachelorstudiengang „Nachhaltiges Lebensmittelmanagement" der FH JOANNEUM untersuchen gemeinsam mit dem StadtLABOR Graz, welche Strukturen (sozial, ökonomisch, architektonisch) zur Identität beitragen und mit welchen Mitteln diese nachhaltig gestärkt werden können. Exemplarische Entwicklungsszenarien werden dafür abschließend aufgezeigt.

Mai bis November 2019: Bestandsaufnahme

In einem ersten Schritt werden das Selbstbild (Innenperspektive) und das Fremdbild (Außenperspektive) der Region herausgearbeitet. Neben klassischen Forschungsmethoden wie Statistikanalysen, Expertinnen- und Experteninterviews werden auch neuere Methoden wie Photo-Voice genutzt. Dabei werden Fotos eingesammelt, die mit wenigen Worten von der Urheberin beziehungsweise dem Urheber zu kommentieren sind. Ausgewählte Beispiele werden in öffentlichen Veranstaltungen, sogenannten Fokusgruppen, diskutiert. Alle Bestandsaufnahmen und Analysen werden in einem Syntheseprozess verarbeitet, um daraus ein Entwicklungspotenzial für die umgebenden Dörfer abzuleiten.

Juni bis Oktober 2019: Fotowettbewerb

Bürgerinnen und Bürger, Touristinnen und Touristen sowie Einpendlerinnen und Einpendler von Bad Radkersburg und Umgebung waren herzlich eingeladen, sich am Fotowettbewerb zu beteiligen. Insgesamt wurden 110 Fotos eingereicht.

November 2019: Fokusgruppendiskussion mit anschließender Preisverleihung Fotowettbewerb

Das Projektteam lädt am 26.11.2019 interessierte GemeindebürgerInnen zu einer Fokusgruppendiskussion ein, bei der über ausgewählte Bilder diskutiert wird. Dabei können Bedürfnisse angesprochen sowie Erhaltenswertes und Weiterzuentwickelndes in der Region um Bad Radkersburg identifiziert werden. Anschließend an die Fokusgruppendiskussion werden die PreisträgerInnen des Fotowettbewerbs der Öffentlichkeit präsentiert.

Beim Fotowettbewerb werden wir mit Sachpreisen von folgenden Unternehmen unterstützt:
Februar 2020: Winter-School

Im folgenden Schritt werden im Rahmen einer Winter-School von Studierenden unterschiedlicher Fachrichtungen und anderen Interessierten Ideen für eine Stärkung ausgewählter Dorfstrukturen auf soziokultureller, aber auch ökonomischer und baulicher Ebene entwickelt.

Während des Wintersemesters 2019/2020 sind Vorarbeiten mit Gruppen von Studierenden geplant. Im Februar 2020 wird für eine Woche intensiv an den Konzepten gearbeitet. Als Ergebnis werden Handlungsvorschläge für die Etablierung von nachhaltigen Strukturen erwartet.

Herbst 2020: Symposium & Schlusspräsentation

Abschließend werden die Ergebnisse im Rahmen eines Symposiums dargestellt. Die Veranstaltung richtet sich an Bürgermeisterinnen und Bürgermeister von Kleinstädten, Dörfern und ländlichen Regionen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen, sowie an engagierte Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner, die sich für Lösungsansätze interessieren, um ihr Dorf zukunftsfit zu machen.

Projektziel

Das Forschungsprojekt greift neu gestellte Fragen und innovative Ansätze auf, um regionale Authentizität über eindimensionale Trends und Markenvorstellungen hinaus langfristig zu denken. Das geschieht, indem die verschiedenen Elemente eines authentischen und attraktiven Lebensmittelpunkts bewusst und gestaltbar gemacht werden.

Das Projekt wird gefördert vom Land Steiermark, Abteilung 8 Gesundheit, Pflege und Wissenschaft, Referat Wissenschaft und Forschung im Rahmen der Ausschreibungsreihe Polaritäten in der Wissensgesellschaft.

Aktuelles Medienecho
  • Sieger, Niklas (22. Juni 2019): Bad Radkersburg und Umgebung lebenswert gestalten
    In: Blog der FH JOANNEUM

  • Kipcsandi, Markus (21. Juni 2019): Bad Radkersburg. Dörfer stehen im Mittelpunkt
    In: meinbezirk.at