Projekt

Provinz Denken.Bauen.Leben

Konzepte für regionale Lebensmittelpunkte

 
Provinz Denken.Bauen.Leben

Das Projekt „Provinz Denken.Bauen.Leben“ untersucht am Beispiel Bad Radkersburg und Umgebung, wie dörfliche Strukturen im Umfeld einer Kleinstadt als attraktive Lebensmittelpunkte erhalten oder in Zukunft gestaltet werden können. Als Ausgangspunkt dafür ist die regionale beziehungsweise lokale Identität.

Projektverlauf

Das Institut für Architektur & Management und der Studiengang „Nachhaltiges Lebensmittelmanagement" der FH JOANNEUM untersuchen gemeinsam mit dem StadtLABOR Graz, welche Strukturen (sozial, ökonomisch, architektonisch) zur Identität beitragen und mit welchen Mitteln diese nachhaltig gestärkt werden können. Exemplarische Entwicklungsszenarien werden dafür abschließend aufgezeigt.

Mai bis November 2019: Bestandsaufnahme

In einem ersten Schritt wird das Selbstbild (Innenperspektive) und das Fremdbild (Außenperspektive) der Region herausgearbeitet. Neben klassischen Forschungsmethoden wie Statistikanalysen, Expertinnen- und Experteninterviews, etc. werden auch neuere Methoden wie Photo-Voice genutzt. Dabei werden Fotos eingesammelt, die mit wenigen Worten von der Urherberin bzeihungsweise dem Urheber zu kommentieren sind. Ausgewählte Beispiele werden in öffentlichen Veranstaltungen, sogenannten Fokusgruppen, diskutiert. Alle Bestandsaufnahmen und Analysen werden in einem Syntheseprozess verarbeitet, um daraus ein Potenzial für die umgebenden Dörfer abzuleiten.

Feburar 2020: Winter-School

Im folgenden Schritt werden im Rahmen einer Winter-School von Studierenden unterschiedlicher Fachrichtungen und anderen Interessierten Ideen für eine Stärkung ausgewählter Dorfstrukturen auf soziokultureller, aber auch ökonomischer und baulicher Ebene entwickelt.

Während des Wintersemesters 2019/2020 sind Vorarbeiten mit Gruppen von Studierenden geplant. Im Februar 2020 wird für eine Woche intensiv an den Konzepten gearbeitet. Als Ergebnis werden Handlungsvorschläge für die Etablierung von nachhaltigen Strukturen erwartet.

Herbst 2020: Symposium & Schlusspräsentation

Abschließend werden die Ergebnisse im Rahmen eines Symposiums dargestellt. Die Veranstaltung richtet sich an Bürgermeisterinnen und Bürgermeister von Kleinstädten, Dörfern und ländlichen Regionen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen, sowie an engagierte Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner, die sich für Lösungsansätze interessieren ihr Dorf zukunftsfit zu machen.

Projektziel

Das Forschungsprojekt greift neu gestellte Fragen und innovative Ansätze auf, um regionale Authentizität über eindimensionale Trends und Markenvorstellungen hinaus langfristig zu denken. Das geschieht, indem die verschiedenen Elemente eines authentischen und attraktiven Lebensmittelpunkts bewusst und gestaltbar gemacht werden.

Das Projekt wird gefördert vom Land Steiermark, Abteilung 8 Gesundheit, Pflege und Wissenschaft, Referat Wissenschaft und Forschung im Rahmen der Ausschreibungsreihe Polaritäten in der Wissensgesellschaft.