Department Medien & Design

Content-Strategie / Content Strategy

Im Studium

 

Praxisprojekte im Studium

Als berufsbegleitender Studiengang sehen wir keine eigenen Praktika vor. Die Projektarbeiten sollten aber nach Möglichkeit in einer engen Beziehung zur Berufstätigkeit der Studierenden stehen. Es können Projekte aus der Arbeit in das Studium eingebracht werden. Außerdem führen wir auch Übungsprojekte mit Unternehmenspartnern durch. Die Arbeit an Projekten ist der wichtigste Teil des Studiums. Alle Studierenden beschäftigen sich in jedem Semester intensiv mit einem eigenen Übungsprojekt. Außerdem arbeiten die Studierenden in Gruppen gemeinsam an Projekten.

Im ersten Semester geht es um kleinere komplette Content-Strategie-Projekte, damit Sie einen Überblick über diese Disziplin bekommen. Im zweiten Projekt stehen Forschungsprojekte im Mittelpunkt, bei denen empirische Methoden verwendet werden. Im dritten Semester wird ein Konzept entwickelt, im vierten Semester geht es um die Implementierung einer Content-Strategie im Rahmen der Masterarbeit. Die Projekte können ineinandergreifen. So können Sie sich im zweiten, dritten und vierten Semester mit einem größeren Projekt aus Ihrer beruflichen Praxis beschäftigen, etwa mit dem Relaunch einer Website.

Partner für gemeinsame Übungsprojekte sind beispielsweise die Energie Steiermark, das Landesmuseum Joanneum und das Innovation Service Network.

Aktuelle Projekte von Studierenden

Content-Strategie für einen Online-Brillenhändler

Steffen P. Bauer entwickelte in seiner Projektarbeit im ersten Semester wichtige Elemente einer Content-Strategie für einen Online-Brillenhändler. Es handelt sich um einen Kunden der Agentur, bei der der Autor beschäftigt ist.

Ausgangssituation: Bei Google liegt die Firma bei relevanten Keywords weit hinter der Konkurrenz. Die neue Content-Strategie soll die Sichtbarkeit bei Google durch nutzerfreundliche und markengerechte Inhalte erhöhen. Sie konzentriert sich auf das Keyword „Gleitsichtbrille“, das exemplarisch für weitere Content-Felder ist. Ein Content-Audit ergab, dass die bisherigen für das Keyword relevanten Seiten oft schlechten veralteten oder trivialen Inhalt boten. Empirische Nutzerforschung zeigte zudem, dass wichtige Fragestellungen der Kundinnen und Kunden auf den CMS-Seiten nicht beantwortet werden. Außerdem war der Gesamtauftritt für eine kohärente Markenkommunikation viel zu uneinheitlich.

Lösung: Die entwickelte Strategie gibt auf Basis der Nutzerforschung auch Handlungsempfehlungen für die Markenkommunikation. Sie definiert Standards und Templates für eine konsistente Nutzererfahrung und erläutert, wie diese technisch und durch die Zusammenarbeit aller Beteiligten umgesetzt werden können.

Neben Deliverables wie Personas und Audits wurden für eine strukturierte Umsetzung der Strategie zudem ein Workflow-Flussdiagramm und ein Redaktionsplan zur Verfügung gestellt. Ein Kommunikations- sowie ein Monitoring-Konzept stellen zudem sicher, dass die entwickelten Maßnahmen effizient in bestehende Strukturen eingebettet werden und ihre Erfolge im Anschluss nachhaltig dokumentiert und überprüft werden.

Blog des Landesmuseums Joanneum

Anita Brunner-Irujo bereitete in ihrer Projektarbeit einen Relaunch des Blogs des Universalmuseums Joanneum vor.

Ausgangssituation: Die verschiedenen Kommunikationskanäle des Landesmuseums sind nicht optimal aufeinander abgestimmt. Vor allem sind die verschiedenen Online-Publikationen und die Printveröffentlichungen nicht miteinander verschränkt. Die einzelnen Kanäle unterstützen sich zu wenig, die Besucherinnen und Besucher interagieren zu wenig mit dem Museum und die Kommunikation wirkt nicht wie aus einem Guss.

Lösung: Zentrales Element der Blogstrategie ist ein Redaktionsplan. Ziel ist die Förderung der Interaktion mit den Besucherinnen und Besuchern, Mittel sind ergänzende sammlungsbezogene und kulturpolitische Inhalte, die einen „Blick hinter die Kulissen“ erlauben. Grundlagen der Strategie sind eine Analyse der Besucherbedürfnisse und die explizite Formulierung von Zielen und Kernbotschaften. Zentrale Aspekte der Umsetzung sind die Festlegung der Tonalität, in der BesucherInnen und Museum miteinander kommunizieren, und ein Change-Management-Konzept, das erreichen soll, dass die Orientierung an den Nutzerbedürfnissen im Bewusstsein und der Arbeitspraxis der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Museums an die erste Stelle rückt.

Website für den Food-and-Beverage-Bereich einer Wiener Hotelgruppe

Sabrina Blazek entwickelte in ihrer Projektarbeit eine Content-Strategie für den Food-and-Beverage-Bereich der Wiener Hotelgruppe Rainers.

Ausgangssituation: Die neue Homepage sollte dazu genutzt werden, den Bekanntheitsgrad des Rainers Food-and-Beverage-Bereiches zu steigern und dadurch einen Beitrag zur Auslastung zu leisten. Es galt, potenzielle Kundinnen und Kunden anzusprechen, die über eine entsprechende Preisbereitschaft verfügen. Die Lage sollte korrekt dargestellt werden, ohne negativ zu wirken.

Lösung: Nach der Analyse des bestehenden Contents und der unternehmensinternen Voraussetzungen sowie des Marktes und des Wettbewerbs formulierte Sabrina Blazek eine Kernstrategie und leitete aus dieser Botschaften und Tonalität ab. Sie konzipierte Content-Templates und Metadaten zur Unterstützung der Content-Strategie, definierte Workflows, stellte Überlegungen bezüglich Change-Management an und führte ein Monitoring ein.

Im Rahmen der Projektarbeit reflektiere Sabrina Blazek das in der Literatur beschriebene methodische Vorgehen und beschäftigte sich unter anderem mit den Rückkopplungen zwischen den verschiedenen Arbeitsschritten. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass Content-Strategien, ebenso wie die Unternehmen in denen sie umgesetzt werden, einmalig sind. Content Strategie verstand Sabrina Blazek als den umfassenden Prozess, ein Rahmenwerk für die Beschäftigung mit jenen, für ein Unternehmen bedeutenden, Inhalten zu schaffen.