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Die Kampagne 2018 stellt die Zusammenarbeit mit Unternehmen wie KNAPP, AVL, Milupa, voestalpine BÖHLER Edelstahl, Porr und der APA in den Mittelpunkt. (© FH JOANNEUM / Marija Kanizaj)

Miteinander forschen, voneinander lernen

Natanja C. Pascottini,

Als eine der führenden Fachhochschulen Österreichs setzt die FH JOANNEUM auf nachhaltige Unternehmenskooperationen. So profitieren Hochschule und Unternehmenspartner voneinander.

Die Liste der Unternehmen, die in der Lehre und in Projekten mit der FH JOANNEUM kooperieren wird von Jahr zu Jahr länger und weist mittlerweile zahlreiche klingende Namen der nationalen und internationalen Wirtschaftswelt auf – darunter Unternehmen wie die KNAPP AG, die PORR AG, die AVL List GmbH, Milupa ELN Austria, voestalpine BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG und die APA – Austria Presse Agentur.

Erfahrene Lehre

In der Lehre legt die FH JOANNEUM großen Wert auf die Praxiserfahrung ihrer Vortragenden – es ist deshalb nur sinnvoll, die Besten aus Wirtschaft und Industrie in den Hörsaal zu bitten. Sie vermitteln den Studierenden, wie sie ihr erlangtes theoretisches Wissen in der Praxis einsetzen können. Hartwig Holweg, Leiter des Bereichs Generalunternehmerbau Steiermark der PORR Bau GmbH, ist einer dieser Vortragenden. Seine Erfahrung mit Studierenden der FH JOANNEUM: „Sie nähern sich relativ unbeschwert aber auch gut vorbereitet den Herausforderungen der Technik und des Wirtschaftslebens und können als Absolventinnen und Absolventen auf eine solide Ausbildung als Basis vertrauen.“

Optimale Ausbildung

Die Zeiten, in denen Absolventinnen und Absolventen von Fachhochschulen skeptisch von der Arbeitswelt empfangen wurden, sind nun schon lange vorbei. Ganz im Gegenteil: Unternehmen übernehmen in der dualen Studienform Teile der Ausbildung. Diese Organisationsform wird immer beliebter und wurde bei uns nun auch ausgebaut: Das duale Bachelor-Studium „Mobile Software Development“ startet, vorbehaltlich der Genehmigung der zuständigen Gremien, im Herbst 2018. Es ist das dritte duale Studienangebot der FH JOANNEUM und hat einen starken Partner mit an Bord: Die KNAPP AG wird auch Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen.

Nach ihrem Studium schaffen es zahlreiche Alumni der Hochschule in die Führungsebene. So auch Ingrid Kornberger, Leiterin der Grazer APA-Redaktion: „Ich habe besonders in den ersten Semestern an der FH JOANNEUM viele Basiskenntnisse über die Aufgaben der APA, das Verfassen von Meldungen und kritisches Denken vermittelt bekommen. Das sowie das Pflichtpraktikum haben mir den Einstieg in die Arbeitswelt sehr erleichtert. Das Praktikum war meine Rutsche in meine aktuelle Tätigkeit.“

Nachhaltiger Wissenstransfer

Ein weiterer Vorteil der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft besteht im Austausch von Erfahrungen und Erkenntnissen in Projekten. In diesen Projekten geht es um unterschiedlichste Themen, sie verlangen vielseitige Teams und vom Output profitieren alle Beteiligten. Das Studierendenteam joanneum racing graz hat unter anderem in der AVL List GmbH einen verlässlichen Partner in ihrem Vorhaben gefunden: Sie treten mit dem selbst konzipierten und gebauten Boliden beim internationalen Studierendenwettbewerb Formula Student an. Sowohl die Studierenden als auch das Unternehmen profitieren von dieser Vernetzung von Interessen und dem Know-how-Austausch.

Ein weiteres international tätiges Unternehmen bringt sich besonders im Rahmen des Smart Production Lab an der FH JOANNEUM Kapfenberg ein: Die voestalpine BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG engagiert sich in gemeinsamen Forschungsprojekten, fördert Praxissemester sowie Diplomarbeiten und nutzt die innovative Lehr- und Forschungsfabrik für Trainings ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Expertinnen und Experten des Unternehmens sind zudem als Vortragende in Workshops und Seminaren tätig.

Ein besonderes Projekt hat die FH JOANNEUM gemeinsam mit Milupa ELN Austria in Angriff genommen: In einem Josef Ressel Zentrum wird der Zusammenhang zwischen frühkindlicher Ernährung und Adipositas erforscht. Konkret wird untersucht, ob ein Unterschied zwischen gestillten und mit Formula ernährten Säuglingen in Hinblick auf die Entwicklung von Adipositas besteht.

Die Praxiserfahrung in der Lehre, die optimale Ausbildung der Studierenden sowie der nachhaltige Wissenstransfer sind die drei Hauptgründe, warum Unternehmenskooperationen sowohl für die FH JOANNEUM als auch die Wirtschaftspartner wichtig sind. Im Endeffekt eint die Partner ein Ziel: das Bestreben, etwas Nachhaltiges, Sinnvolles und Gutes zu erschaffen.